Handwerk & Tradition

Schon seit 140 Jahren besteht das Hutgeschäft im Ortskern von Tegernsee, in der Rosenstraße. Nun bereits in der fünften Generation der Familie Schätz. Marietta Gollé-Leidreiter, die Enkelin von Gottfried Schätz (gest. 2007), hat 2024 den Betrieb von Ihrer Mutter, Doris Gollé-Leidreiter, übernommen. In der Werkstatt werden hier traditionelle Filz- und Velourhüte in vielerlei Formen und Farben angefertigt.
Hüte, die nicht nur bei Privatpersonen sondern auch bei Vereinen weit über das Tegernseer Tal hinaus wegen der handwerklichen Qualität sehr gefragt sind.


Ornament

Blick in die Hutmacherwerkstatt

Um aus dem Rohmaterial, dem sog. „Stumpen“ – einem Filzkonus in Einheitsgröße – einen tragbaren Hut zu machen sind verschiedene Arbeitsschritte notwendig. Eine umfangreiche Holzformensammlung, über Jahrzehnte angesammelt, ist die Basis für die Fertigung eines individuellen Hutes.

Hier ein kurzer Überblick über die Herstellung: Nach dem Einweichen des Filzstumpens in heißem Wasser und Erhitzung im Dampf wird er über die entsprechende Form gezogen und festgebunden. Im Anschluß wird er noch gebügelt und gebürstet bevor er trocknen muss. Danach wird der Rand in die gewünschte Form gebügelt sowie auf die gewünschte Breite zugeschnitten. Nach einer weiteren Trockenzeit wird der fertige Hut dann mit Kordel oder Band garniert, sowie ein Schweißleder oder Futterband eingenäht.